Long Live The Queen: Die Königin ist tot, lang lebe die Königin!

Pascal Wagner

Pascal Wagner hat einen B.A. in Anglistik und Rechtswissenschaften und studiert M.A. Cultural and Cognitive Linguistics. Er liebt es, über Kultur und Sprache in Videospielen zu schreiben. Besonders angetan haben es ihm außerdem Indiespiele, die er auf seinem Blog Indieflock rezensiert. Er ist viel zu oft auf Twitter unterwegs und besitzt auch eine E-Mail-Adresse (pascal[at]indieflock[dot]net).

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2 Antworten

  1. Hi Aurelia. Schöner Artikel, interessantes Thema! Auch als Fortführung deines Artikels “Rollenspiele und die Spielbarkeit von Politik” sehr passend; ich denke, ich werde den dort mal mitverlinken. 🙂

    Meine erste Assoziation war: Princess Maker (2). Seit vielen Jahren ein persönliches Lieblingsspiel, dass ich immer wieder gern einmal spiele (auch auf modernen Systemen mittels DOSBox leicht hinzukriegen). Das Alter der Protagonistin, die Bedeutung der Bildung in unterschiedlichen Disziplinen, und auch durchaus düstere Seiten… Kennst du das evtl. und wenn ja, inwiefern siehst du Parallelen? Was mich vor allem interessieren würde, weil ich diesen Aspekt auch bei Princess Maker stehts interessant fand: In welchem Verhältnis steht die Protagonistin von Long Live the Queen zum Spieler? Wie erklärt das Spiel die Rolle des Spielers, ist er ein Berater o.ä., oder übernehmen wir de facto die Kontrolle über die Heldin selbst? Kann sich die Heldin den Entscheidungen des Spielers auch widersetzen (wie das mitunter in Princess Maker geschieht, wo wir die Rolle des Adoptivvaters übernehmen, der zwar sehr weitreichende, aber nicht absolute Kontrolle über die Lebensgestaltung seiner Tochter hat).

    • Aurelia sagt:

      Princess Maker steht zwar noch nur auf meiner Wunschliste, aber die düstere Färbung hat “Long Live The Queen” durchaus auch, wenn auch z.T. nur andeutungsweise. Elodie kann z.B. über einen angeblichen Mörder richten, wobei schon im Dialog klar wird, dass da etwas im Busch sein muss und nicht ganz stimmen kann (der Ankläger ist ein Adeliger, der sich merkwürdig benimmt) und an dieser Stelle ist es beispielsweise von Elodies Fähigkeiten und Bildung abhängig, was für ein Schicksal diesen “Mörder” ereilt. Es gibt immer mal wieder ein paar Situationen, in denen andere – auch manchmal sehr grausam – zu Schaden kommen, wenn Elodie in irgendetwas zu ungebildet ist. (Es betrifft also nicht nur sie, sondern auch andere Figuren, selbst Freunde oder Familie.)
      Das Verhältnis von Spieler zu Protagonistin ist tatsächlich etwas, das ich in “Long Live The Queen” ganz spannend finde, weil man tatsächlich Elodie direkt steuert. Sie “wehrt” sich nicht direkt, wenn ich mich also dazu entscheide, sie an einen viel älteren Adeligen zu verheiraten, behandelt das Spiel das als ihre (kalkulierte) Entscheidung. Wobei solche Entscheidungsmöglichkeiten meistens überhaupt erst nach einem Fähigkeitentest kommen, d.h. im Zweifelsfall stellt das Spiel ein Verwehren eines Ergebnisses bzw. einer Entscheidungsmöglichkeit eben als ein Scheitern von Außen (an einer zu schweren Aufgabe) dar und nicht als etwas, dem sich die Protagonistin bewusst widersetzen würde.

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